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WZ-Code-Suche: So helfen Branchencodes Dir im B2B-Vertrieb

Michael Larche ‚ąô 05 November 2023
WZ Code search

Egal, ob Du im B2B-Marketing oder Vertrieb arbeitest: Daten sind Dein t√§glich Brot ‚Äď sowohl zu Bestandskunden als auch zu Interessenten und Leads. Eine Sache muss daher immer stimmen: die Datenqualit√§t.

Gerade in der Kundenakquise st√ľtzt Du Dich im Vertrieb im Idealfall auf hochwertige Firmen- und Kontaktdaten. Bestimmt wei√üt Du eine gut gepflegte Adressliste mit Kontaktdaten der wichtigsten Ansprechpartner sehr zu sch√§tzen. Doch wie erh√§ltst Du eine solche hochwertige Lead- oder Adressliste?

Eine Möglichkeit ist das Filtern von Unternehmen anhand von WZ-Codes. Grob gesagt handelt es sich dabei um eine Selektion anhand von Branchen. Aber das sehen wir uns in diesem Artikel nochmal genau an.

Was ist ein WZ-Code?

Unternehmen lassen sich grunds√§tzlich einzelnen Wirtschaftszweigen zuordnen. Die Wirtschaftszweig Codes (kurz: WZ-Codes) stellen die Klassifikation der Wirtschaftszweige durch das Statistische Bundesamt dar ‚ÄĒ sie sind also auf Deutschland bezogen. Als Wirtschaftszweige fassen die WZ-Codes Unternehmen zusammen, die die gleichen oder √§hnliche T√§tigkeiten ausf√ľhren. Auch die angewendeten Herstellungsverfahren oder das Endprodukt k√∂nnen sich √§hneln, um dem gleichen Wirtschaftszweig zugeordnet zu werden.¬†

Aktuell gilt die √ľberarbeitete Klassifikation der Wirtschaftszweige aus 2008 (WZ 08) ‚ÄĒ zuvor gab es bereits eine Struktur der Wirtschaftszweige aus 2003. Die Systematik baut auf die Klassifikation der Wirtschaftszweige der Europ√§ischen Gemeinschaft auf, den sogenannten NACE-Codes.

Was ist ein NACE-Code?

Beim NACE-Code handelt es sich um die Wirtschaftszweigsystematisierung der Europ√§ischen Gemeinschaft. Die Abk√ľrzung entstammt aus dem franz√∂sischen Namen: Nomenclature statistique des activit√©s √©conomiques dans la Communaut√© europ√©enne. Die NACE-Klassifizierung wurde auf Basis der ISIC-Codes (International Standard Industrial Classification of all Economic Activities) der Vereinten Nationen entworfen.

NACE-Klassen bilden sich aus einem vierstelligen Code. Der Code wird als statistische Einheit verstanden, in der eine Branche nach ihrer T√§tigkeit der f√ľr sie relevanten Klasse zugeteilt wird.

NACE Code short codes

Beispiel f√ľr eine NACE-Code-Zuteilung

Wie setzten sich WZ-Codes zusammen?

Die Systematik der Wirtschaftszweige bzw. Branchen in der 2008er-Version umfasst f√ľnf Hierarchieebenen. Die ersten vier dieser Stufen entsprechen der EU-Klassifikation der Wirtschaftszweige NACE. Die WZ-Code-Klassifikation wiederum ist hierarchisch gegliedert und die Tatsache, dass die ersten vier Ebenen in der EU gleich sind, macht die Systeme innerhalb der Mitgliedstaaten vergleichbar. Die f√ľnfte Ebene der WZ-Codes wurde vom Statistischen Bundesamt als eine zus√§tzliche nationale Hierarchieebene aufgenommen. Sie ist daher spezifisch f√ľr Deutschland.

WZ Code overview

Quelle: Statistisches Bundesamt

Wo findest Du WZ-Codes?

Die Unterteilung der Wirtschaftszweige findest Du mithilfe einer einfachen Google-Suche. Hier liefern Dir die Seiten www.wz-codes.de sowie das Statistische Bundesamt eine komplette Übersicht und Erläuterungen zur Branchenunterteilungsmethodik.

Ansonsten kannst Du nat√ľrlich auch gerne unsere Suchspalte weiter oben verwenden.

Wer vergibt einen WZ-Code?

WZ-Codes werden durch das Statistische Bundesamt den jeweiligen Wirtschaftszweigen zugeordnet:

Als Wirtschaftszweig (oder Branche) bezeichnet man eine Gruppe von Unternehmen oder Einrichtungen, die im Rahmen ihrer wirtschaftlichen Tätigkeit ähnliche Produkte herstellen oder ähnliche Dienstleistungen erbringen.

Die statistische Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft aus dem Jahr 2006 gelten dabei als Grundlage der heutigen Unterteilung. Aktuell beläuft sich die Anzahl der WZ-Codes auf folgende Zahlen:

WZ Code structure

Quelle: www.destatis.de

Klassisch werden die Wirtschaftszweige auch den sogenannten Sektoren zugeordnet: dem primären Sektor (Land- und Forstwirtschaft, Tierhaltung und Fischerei), dem sekundären Sektor (Produzierendes Gewerbe) und dem tertiären Sektor (Handel und Verkehr) und sonstige Wirtschaftsbereiche (Dienstleistungen).

Deine Zielgruppen im B2B definieren mithilfe von WZ-Codes

Egal, ob Dein Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen f√ľr Endverbraucher anbietet, also im klassischen B2C t√§tig ist, oder ob Du im B2B ausschlie√ülich Waren und Dienstleistungen f√ľr Unternehmen im Angebot hast ‚ÄĒ ein erster Schritt in der Vermarktung ist in beiden F√§llen die¬†Festlegung einer oder mehrerer Zielgruppen.

Die Kriterien f√ľr die Zielgruppendefinition zeigen Gemeinsamkeiten wie auch deutliche Unterschiede. F√ľr das B2C-Gesch√§ft z√§hlen hier vor allen Dingen Merkmale wie Geschlecht und Alter, aber auch sozialer Status, Bildung und besonders die Kaufkraft.

Im B2B lassen sich Zielgruppen genauer eingrenzen und in den meisten F√§llen sind sie dar√ľber hinaus deutlich kleiner als im B2C. Eine bew√§hrte Methode zur Eingrenzung sind die WZ-Codes, die durch ihre f√ľnfstufige Klassifizierung sehr genaue Branchentypen beschreiben. So lassen sich auch leicht einzelne Unterklassen ausschlie√üen. Mit solch einer detaillierten Zielgruppendefinition steht der Kaltakquise und der direkten Kundenansprache scheinbar nichts mehr im Weg.

Exkurs: Die Gesetzeslage f√ľr Zielgruppenansprache im B2B

Ein weiterer Vorteil: Die Gesetzeslage macht die Akquise im B2B-Bereich etwas ‚Äěentspannter‚ÄĚ als im B2C ‚ÄĒ Gesetze wie die DSGVO (Kurzform von Datenschutzgrundverordnung) oder das UWG (Kurzform von Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) erlauben in einigen F√§llen die direkte Ansprache von Zielkunden und das Verarbeiten ihrer Unternehmensdaten. Die Zauberworte hier sind ‚ÄěBerechtigtes Interesse‚ÄĚ und ‚Äěmutma√üliche Einwilligung‚ÄĚ.

Berechtigtes Interesse laut der DSGVO besagt, dass Daten mit einem berechtigten Interesse ‚ÄĒ wie etwa innerhalb einer bereits bestehenden Gesch√§ftsbeziehung ‚ÄĒ verarbeitet werden d√ľrfen. Bei der mutma√ülichen Einwilligung im UWG geht es darum, dass Du beispielsweise telefonische Kaltakquise ohne vorherige, explizite Einwilligung durchf√ľhren darfst, wenn Dein Angebot zu den Bed√ľrfnissen der angerufenen Firma passt und Du von einem konkreten Interesse deines Gegen√ľbers ausgehen kannst.

Kalte E-Mails und Massenmails sind laut UWG untersagt! Hier braucht es einen Double Opt-in!

So helfen Dir WZ-Codes bei der Zielkundenselektion

Soweit zur Unterscheidung zwischen Zielkundendefinition im B2B und B2C. Wie Du bemerkt hast, gibt es hier nicht nur Unterschiede in den jeweiligen Zielgruppen, sondern als Ergebnisse auch andere Methoden der Akquise und Ansprache.

WZ-Codes k√∂nnen Dir besonders im B2B enorm helfen, Deine Zielgruppe einzugrenzen. Am besten nutzt Du also ein Sales Intelligence-Tool mit einer integrierten¬†WZ-Code-Suchfunktion, um den Wert Deiner Lead- und Adresslisten zu erh√∂hen und vorhandener Firmendaten anzureichern. Wieso das n√ľtzlich ist? Ganz einfach: So hast Du eine standardisierte Einteilung Deiner (potenziellen) Kunden und wei√üt automatisch, zu welcher Branche eine Firma geh√∂rt.

Filter functions in Dealfront Target

Filterfunktion in Dealfront

Damit kannst Du beispielsweise Ad-Kampagnen f√ľr bestimmte Branchen schalten und diese spezifisch auf die jeweiligen Pains und Needs dieser Branche abstimmen. Oder Du richtest Deinen Vertrieb nach bestimmten Wirtschaftszweigen/Zielgruppen aus ‚ÄĒ ein Team betreut Kunden aus Branche A, ein anderes Team aus Gruppe B. Das hat den Vorteil, dass diese Teams sich spezialisieren und k√ľnftigen Kunden als Expert*innen zur Seite stehen k√∂nnen.

Auch Reviews, Success Stories oder Landingpages lassen sich pro Branche angehen. Dann hast Du nicht nur Materialien f√ľr Deine Vertriebs- und Customer Success-Teams, sondern siehst auch auf einen Blick, welche Use Cases ein bestimmter Wirtschaftszweig meistens verfolgt.

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Welche sind die wichtigsten Branchen in Deutschland?

In Deutschland sind vor allem noch recht ‚Äěklassische‚ÄĚ Branchen dominierend: Automobil, Maschinenbau, Chemische Industrie, Ern√§hrungsindustrie und Elektro-Industrie. W√§hrend der Maschinenbau eher vom Mittelstand gepr√§gt ist, verzeichnet vor allem die Automobilindustrie einige deutsche Big Player wie etwa VW, Daimler oder BMW.

Weitere relevante deutsche Branchen sind beispielsweise:

  • Chemie, Chemische Untersuchung

  • Kunststoffwaren

  • Metallerzeugung, Fahrzeugbau

  • Gro√ühandel, Lagerei

  • Erbringung von Dienstleistungen (z.B. Finanzdienstleistungen, Steuerberatung, Reiseveranstalter/Reiseb√ľros etc.)

  • Forschung und Entwicklung

Wieso intelligente Tools in der Branchenkategorisierung unerlässlich sind

Klar, Du kannst immer selbst recherchieren und eine Zielfirma einer bestimmten Branche zuordnen ‚ÄĒ oder diese Aufgabe an Praktikant*innen verteilen. Aber ist das wirklich Sinn der Sache?

Wir empfehlen Dir ganz klar, diese Sache einem Tool und k√ľnstlicher Intelligenz zu √ľberlassen.

Hochwertige Firmen- und Kontaktdatenbanken wie Dealfront, mit mehr als 30 Millionen gelisteter Unternehmen und √ľber 89 Millionen Kontaktdaten von Mitarbeiterinnen, schaffen Dir nicht nur eine hochwertige Datengrundlage f√ľr den B2B-Vertrieb, sondern sind wahre Zeitzauberer! Bevor Du also selbst recherchierst ‚ÄĒ und dabei ggf. Fehler machst und einiges an Zeit verlierst ‚ÄĒ probiere doch mal ein Sales Intelligence Tool oder ganz konkret Dealfront aus.

In erster Linie bieten Software-L√∂sungen wie Dealfront eine umfangreiche Sammlung von B2B-Daten zu unterschiedlichsten Unternehmen ‚ÄĒ was auf den ersten Blick f√ľr den Vertrieb noch keinen oder zumindest geringen praktischen Wert hat. Erst die¬†Filterfunktionen machen aus einer Datenbank mit aktuellen Daten ein¬†m√§chtiges Werkzeug!

Mit¬†Dealfront¬†besteht die M√∂glichkeit, Daten basierend auf unterschiedlichen Merkmalen zu selektieren und die integrierte¬†WZ-Code-Suche¬†ist dabei wohl die f√ľr den B2B-Vertrieb¬†grundlegendste Selektionsm√∂glichkeit. Dealfront sammelt die Codes bereits automatisch bei der Datenbeschaffung¬†aus frei zug√§nglichen Online-Quellen.

WZ Codes Target Dealfront

Filterfunktion nach WZ-Codes in Dealfront

Die Frage, die Du Dir im Vertrieb also stellen musst, lautet: Welche Merkmale charakterisieren meine Zielgruppe zusätzlich zur Branche? Hierzu zählen klare aber auch spezifische Attribute wie: 

  • Unternehmenssitz in Ort oder Region

  • Unternehmensgr√∂√üe nach Mitarbeiter*innen

  • Umsatz und weitere Finanzkennzahlen

  • Tagesaktuelle Firmenereignisse (sogenannte Trigger Events) wie etwa Expansion, Stellenk√ľrzungen oder Managementwechsel

  • Einsatz spezieller Hard- oder Software (z.B. Shopify, Wordpress uvm.)

Es lohnt sich, immer von der gröbsten Sortierung zur Feinsten zu filtern. Bei der Suche nach geeigneten Ansprechpartnern in einer großen Datenbank ist es daher beispielsweise sinnvoll, mit starken Unterscheidungsmerkmalen wie Branche, Location und Größe zu beginnen. 

Wer privat nach einem Dienstleister sucht, der ein defektes Abflussrohr repariert, wird kaum als erstes in einem Branchenbuch Seite um Seite nach beliebigen Unternehmen durchsuchen, die in n√§herer Umgebung ans√§ssig sind, um in einem zweiten Schritt die √Ėffnungszeiten zu vergleichen, ohne zuvor wenigstens zu pr√ľfen, ob es sich √ľberhaupt um einen Klempner handelt.

Wer ein gedrucktes Adress- oder Branchenbuch zur Hand nimmt,¬†beginnt also meistens ganz automatisch mit einer Branchensuche. √Ąhnlich verh√§lt es sich mit der Selektion in einer Firmendatenbank oder einem Sales Intelligence Tool ‚ÄĒ nur dass hier automatisiert und unter einer weit gr√∂√üeren Zahl an Datens√§tzen gesucht wird. Auch hier ist eines der ersten, wenn nicht sogar das erste Selektionskriterium in vielen F√§llen die Branche. Die wenigsten Angebote im B2B kommen tats√§chlich f√ľr Unternehmen jeden Wirtschaftszweiges in Frage. Der WZ-Code ist daher eher ausschlaggebend f√ľr die Beurteilung, ob eine Firma in Dein Ideal Customer Profile (ICP) passt oder nicht. Mit der Zugeh√∂rigkeit zu einer oder einer Auswahl an Branchen steigt die¬†Wahrscheinlichkeit f√ľr den Bedarf an bestimmten Produkten oder Dienstleistungen.

Fazit: Automatisiert nach Branchencodes filtern

Wir haben festgestellt: Eine Firmensuche nach Branchen ist ein sinnvolles Auswahlkriterium, um festzustellen, ob ein Prospect in Deine Zielgruppe passt oder eher nicht. Die Branche stellt somit die allererste Filteroption dar, um Deine k√ľnftigen Kunden klar einzugrenzen.

Neben groben Branchenbezeichnungen gibt es auch offizielle Klassifizierungssysteme wie die WZ-oder NACE-Codes. Sales Intelligence Tools wie Dealfront können Dir helfen, Unternehmen anhand eines WZ- oder NACE-Codes zu filtern. 

Naturgem√§√ü sind hier Branchen nicht immer explizit angegeben, weshalb Dealfront Machine-Learning-Algorithmen nutzt, um die vorhandenen Informationen eigenst√§ndig zu interpretieren und so einen Wirtschaftszweig anhand vorhandener Daten zu vergeben. Die so ermittelten Unternehmen k√∂nnen danach individuell sukzessive weiter eingegrenzt werden ‚ÄĒ beispielsweise nach Kriterien wie Ort, Unternehmensgr√∂√üe, Umsatz oder sogar Trigger Events wie Umzug oder Managementwechsel!

Am Ende einer solchen WZ-Code-Suche erh√§ltst Du eine pr√§zise und hochrelevante Liste mit Unternehmen, die genau Deinem ICP entsprechen. Als n√§chstes musst Du diese Unternehmen nur noch in der Akquise von Dir √ľberzeugen.

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